Gedankentanz #20: Muss Yoga immer ein Flow sein?

"Ich komme heute nicht richtig in den Flow"

 

Ein Satz, der im Yogaraum immer wieder auftaucht.

 

Als müsste sich eine Lektion immer gut anfühlen.

Als müsste alles fliessen.

Der Atem.

Die Bewegung.

Der ganze Körper.

 

Und wenn das nicht passiert,

stimmt vielleicht etwas nicht.

 

Vielleicht mit der Stunde.

Vielleicht mit mir.

 

Aber was wäre,

wenn genau hier ein Missverständnis liegt?

 

Yoga ist nicht nur für die Tage,

an denen alles fliesst.

Manchmal wird genau dort geübt,

wo nichts fliesst.

 

In der Ungeduld.

In der Langeweile.

Im Widerstand.

 

Nicht jede Atemübung begeistert.

Nicht jede Bewegung fühlt sich stimmig an.

Nicht jede Meditation öffnet sofort einen Raum.

 

Manchmal zieht sich eine Übung.

Manchmal entsteht der Wunsch,

einfach aufzustehen und zu gehen.

 

Und trotzdem bleibt jemand.

 

Nicht aus Härte.

Nicht aus Zwang.

 

Sondern aus einer stillen Form von Selbstanerkennung.

 

Am Ende der Stunde kann dann ein stiller Gedanke entstehen:

 

Ich habe es durchgehalten.

 

Nicht perfekt.

Nicht im Flow.

 

Aber präsent.

 

Und vielleicht zeigt sich beim nächsten Mal etwas Neues:

 

Was letzte Woche noch fremd war,

fühlt sich plötzlich genau richtig an.

 

Yoga verändert sich nicht nur.

Auch wir verändern uns.


Reflexionsimpuls


Was verändert sich,

wenn eine Lektion nicht gefallen muss - 

sondern einfach geübt werden darf?


Kommentar schreiben

Kommentare: 0

Yoga zum Baum - Yogatherapie und Yoga in Muri AG

Yogapraxis Melanie Hochstrasser

 

Folge mir für mehr Impulse, Einblicke und mehr

@itsme.m_e_l_a